Vita

Mein Name ist Heinz Sauren

geboren  1962 in Osnabrück

und aufgewachsen im Emsland,

studierte ich an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster,
Rechtswissenschaften und Philosophie. Im weiteren bin ich Autodidakt.

mein Beruf: Schriftsteller
Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS)

und meine Berufung: Buchautor, Kolumnist, Essayist, Aphoristiker und Freigeist

meine politische Ausrichtung
Politische Einstellungen sollten keinen Parteien-, sondern einen begründeten Sachbezug haben, daher reicht mein politisches Spektrum von rechtsliberal bis linkskonservativ und in Fällen empfundener Ungerechtigkeit, darf es auch mal etwas Anarchie sein.

und meine religiöse Einstellung
Die etwaige Existenz oder Nichtexistenz eines Schöpfergottes ist nicht, von persönlichen Präferenzen, gesellschaftlichen Definitionen oder einem Glauben daran, abhängig.

meine Lieblingszitate

” Die meisten Menschen haben einen Erkenntnisradius gleich null, das nennen sie dann ihren Standpunkt.” Albert Einstein

“Es gibt kein richtiges Leben im falschen.” Theodor Adorno

.

Lassen Sie mich ein paar Worte zu mir selbst sagen.

Ich bin der, der ich bin.

Diese banal anmutende Tatsache, mag für die meisten Menschen kein Grund sein einen tieferen Gedanken daran zu vergeuden und sofern dieses für sie so ist, sind sie auch befreit von der Einsicht in eine Problematik dieser Aussage. Für mich aber besteht in dieser Feststellung gleich zweifach ein Problem und zwar eines nach außen und eines nach innen.

Das äußerliche Problem ist das offensichtlichere, obwohl es im Grunde nicht mein Problem, sondern das der mich umgebenden Menschen mit mir ist, in dem sie meine Werte und meine Wege ablehnen und in selbstgefälliger Ignoranz dieses auf mich projizieren, was es dann zu meinem Problem macht, da ich mit ihren Konsequenzen konfrontiert werde. Dieses ist mein Alltagsproblem, zwar durchaus lästig, aber nicht annähernd mit der Problematik vergleichbar, die ich mein inneres Problem nenne.

Ich nehme Teil an einer Gesellschaft, deren Teilnahme ich mir weder gewünscht noch bestimmt habe. Ich kann mich dieser Teilnahme nicht entziehen, da ich in einer Welt lebe die keine gesellschaftslosen Räume mehr kennt und auch ein Wechsel in eine andere, würde mich nur in eine Gesellschaft führen, die auch nicht die meine wäre. Der Mangel an Alternativen, was wie ich hoffe nur ein vorüber gehender Zustand ist, zwingt mich, sofern ich mich nicht meiner Freiheit oder gar meines Lebens, durch Verlust der Grundlage für dieses, beraubt sehen möchte, die Spielarten der Gesellschaft und ihrer Menschen zu adaptieren.

Trotz der vielen Jahre in denen ich mich nun schon gezwungen sehe, dieses zu tun, gelang es mir nicht, jenes tief in mir wohnende Gefühl der Abneigung dagegen zu besänftigen, sondern musste feststellen das Jahr für Jahr und Tag für Tag, neue Erfahrungen hinzu kamen, die meine Abneigung noch bestärkten. Was Anfangs noch überzeugte Abneigung war, mutierte im Laufe der Zeit zu boshafter Häme und angewiderter Abscheu, gegen so vieles was diese Gesellschaft und ihre Menschen in ihrem naiven Eifer vollbringen und darstellen.

Dabei ließe es sich mir nicht nachsagen, das ich nicht versucht hätte ihr großes Gesellschaftsspiel mit zu spielen. Ich habe zugehört als die Gesellschaft sagte, du musst Dir Dein Leben verdienen und suchte meine Berufung, die sie Beruf nennt. Ich wurde Taxifahrer, Polizist, Soldat, Student, Gastronom und Händler, ich kaufte und verkaufte, importierte und exportierte, doch nichts war mir Berufung genug. Ich habe zugehört als die Gesellschaft von Moral, von Gut und Böse sprach und suchte meine Moral, mein Gut und mein Böse. Ich beschenkte, half, tröstete und verzieh, aber ich hasste auch, verriet und log. Mal stellte ich mich auf die Seite des Gesetzes, mal lebte ich auf der anderen Seite, doch nichts war mir ein Wert in sich.Ich habe zugehört als die Gesellschaft sagte, das Geld das wichtigste im Leben sei. So habe ich Geld verdient, mal viel, mal wenig, mal zu Recht und mal zu Unrecht. Ich habe Geld verloren, mal viel, mal wenig, mal zu Recht mal zu Unrecht. Doch nichts was in dieser Gesellschaft von Wert ist, sei dies ein guter oder schlechter Wert, war geeignet mir meinen Frieden zu geben, die Stimme der Abneigung zu besänftigen, oder mich fühlen zu lassen ein Teil dieser Gesellschaft zu sein.

So tat es nicht Wunder, das ich meine Werte mehr und mehr gesellschaftsfremd wurden und ich heute meinen Lebensweg auf Pfaden beschreite, die nicht mehr als Gesellschaftskonform zu bezeichnen sind. Werte wurden und werden von mir bis in die grundsätzlichsten Fragestellungen hinab, wie Gut und Böse, neu besetzt und ein wie ich glaube, begründetes tiefes Misstrauen gegen nahezu alle von der Gesellschaft überlieferten Werte hat sich in mir festgesetzt.

Die Werte die ich neu besetze und die Wege die ich neu definiert habe, sind das Produkt eines freien Geistes, den ich mir zugestehe und erfahre, indem ich eine Gebundenheit, in die mir so entfremdeten Werte und Normen vermeide.

Zu jeder Zeit aber, war und ist es mir ein Bedürfnis, das gesellschaftliche Treiben zu beobachten und den Finger in so manch offensichtliche Wunde zu legen. Die Offenlegung von Widersprüchen, das Erkennen der Absurditäten so manchem gesellschaftlichen Treibens ist zu meiner Berufung geworden und bereitet mir Befriedigung und Freude. So habe ich meinen Platz am Rande der Gesellschaft gefunden. Dieser Platz der den meisten unliebsam erscheint, gewährt mir den Abstand den ich bedarf um einen Überblick, über die mich umgebende Welt zu behalten. Es liegt wohl an jedem einzelnen mich für verrückt zu halten und ich hoffe, dass ich oft so geheißen werde. Nichts ist ein ehrlicheres Kompliment, als verrückt geheißen zu werden, da es die Bestätigung ist, aus ihrer Mitte ver-rückt zu sein und somit meinen überblickenden Platz am Rande nicht verlassen zu haben.

Ich bin der, der ich bin.

Heinz Sauren