Moral


Sie, die Heuchler der Humanität, die noch am wenigsten verstehen von der Individualität des Seins, brauchen die Moral, um den Schmerz ihrer Einfältigkeit zu ertragen.

Moral ist ihr Prügel mit dem sie das strafen, wozu sie selbst nicht den Mut finden, sich zu bekennen. Es ist ihr Knebel der ihnen verbietet zu sagen, was zu sagen wäre und es ist die Kette, die sie an den Anspruch ihrer scheinbaren Unfehlbarkeit zwingt.

Mit nichts ließe es sich besser diffamieren und denunzieren, als mit Moral. Da ist keine Dummheit und kein Wahn, der sich nicht mit Moral legitimieren ließe, da sie nichts anderes braucht, als die selbstgerechte Überzeugung der Beste zu sein, das Beste zu tun und das Beste zu wissen. Moral ist das Glaubensbekenntnis der Selbstgerechten, mit dem sie noch den zu richten vermögen, der nicht zu richten ist.

Sie glauben, das sie sich ungestraft eine Moral leisten können und sehen nicht, dass ihre Moral ihr Versagen erzwingt, da sie dazu verdammt sind, an ihr gemessen zu werden.

So haben Moralisten haben noch niemandem etwas Gutes gebracht, außer sich selbst.

  1. Welch altehrwürdige Ansichten.

    Ich lache nicht über sie, weil sie so sind, wie sie sind; ich lache über sie, weil sie sich einbilden, ihr Leben sei ein Muster und ein Beispiel, und daß es wert sei, zu leben, wie sie leben.

    J.H. Mackay

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