Problem Mensch


Die Menschheit hat viele Probleme. Einige wenige davon, wären mit Vernunft und gutem Willen zumindest temporär zu überwinden. Dies sind nachrangige Probleme des Umgangs der Menschen miteinander, die in Folge eines vorrangigen Problems entstehen. Hierzu zählen unter anderem Kriege, die allesamt geführt werden, weil zumindest eine kriegführende Partei sich davon die Erlangung einer Ressource verspricht. Der eigentliche und damit vorrangige Grund eines Krieges sind Rohstoffe, Energieträger oder Land.

Das vorrangige Probleme der Menschheit ist der Mangel. Im Grunde ist es der Menschheit egal, ob sie das Wasser, die Böden oder die Luft vergiftet und es berührt sie nur wenig, für den täglichen Genozid vieler Lebensformen, auf diesem Planeten verantwortlich zu sein.

Aus dem wahnwitzigen Verhalten der Menschheit entsteht jedoch auch ein Mangel für sie selbst und erst der wird als Problem wahrgenommen. Nämlich dann, wenn das Wasser nicht mehr sauber genug ist um es trinken, die Luft nicht mehr rein genug um sie zu atmen und auf den Böden vergiftete Nahrungsmittel wachsen.

Die Menschheit beansprucht sämtliche Ressourcen der Erde für sich und alle Ressourcen sind begrenzt. Ob und wie lange die vorhandenen Ressourcen ausreichen das menschliche Überleben zu sichern, hängt einzig davon ab, wie viel davon in welchem Zeitraum verbraucht wird. Es ist ein quantitatives Problem. Der Mangel entsteht, wenn nicht mehr ausreichend Ressourcen in ihrem natürlichen Zustand vorhanden sind.

Der in den letzten Jahrzehnten favorisierte Versuch, die Probleme der Menschheit als qualitative Probleme zu sehen, ist gescheitert. Der aktuelle Zustand des lebensnotwendigen Ökosystems der Erde, beweist eindeutig, dass der Glaube der Menschheit an ihre Fähigkeiten, ein Irrglaube war. Nicht die Ressourcen der Erde besser auszunutzen, etwa durch eine gerechtere Verteilung, sondern einige Ressourcen gar nicht zu nutzen, ist der einzige Ausweg aus der aktuellen Krise der Menschheit, die auch ihr eigenes Ende bedeuten kann.

Zu viel Wasser, Luft oder Böden für die Selbsterhaltung zu brauchen, ist jedoch wiederum ein nachrangiges Problem, das aus einem vorrangigen Problem resultiert. Der Mensch ist ein quantitatives Problem für seinen Heimatplaneten geworden. Allein schon seine Anzahl, gefährdet sein Überleben. In den letzten fünfzig Jahren hat sich die Anzahl der Menschen beinahe verdoppelt und obwohl in dieser Zeit viele Maßnahmen begonnen wurden, den Ressourcenverbrauch zu verringern oder das Ökosystem zu schonen, sind Verbrauch und Belastung gestiegen. Wenn sieben Milliarden Menschen ernährt werden sollen, geht das nur mit Überdüngung der Böden. Sie nicht überdüngen und damit nicht vergiften zu wollen, würde aufgrund der begrenzten bioaktiven Landmasse bedeuten, nur die Hälfte der Menschen ernähren zu können. Das gleiche gilt für den Verbrauch von Wasser, da nur ein geringer Anteil des auf diesem Planeten befindlichen Wassers für den Menschen nutzbares Süßwasser ist.

Der Glaube der Menschheit an ihre eigene Vernunft und die Rettung in letzter Minute, brachte nichts mehr als große Reden und kosmetische Hyperaktivität. Verstanden wurden die Probleme schon lange, doch alleine das nicht sein kann was nicht sein darf, scheint die mahnerische Uhr auf fünf vor zwölf verharren zu lassen. Doch es ist nicht mehr fünf vor zwölf. Der zwölf Uhr Glockenschlag des Point of no Return verhallte schon vor Jahren, hinter den dröhnenden Chören des Technikglaubens. Heute ist es offensichtlich. Keine menschliche Vernunft schützte vor dem Raubbau der Ressourcen und kein technischer Fortschritt erhielt das lebensnotwendige Ökosystem. Theoretisch mag die Menschheit in einer fernen Zukunft dazu fähig sein, doch diese Zeit hat sie nicht mehr. Es ist bereits fünf nach zwölf.

Objektiv betrachtet und das heißt, ohne einen humanistischen Bonus vorauszusetzen, ist die Überbevölkerung das eigentliche und vorrangige Problem der Menschheit. Würden anstatt sieben, nur drei Milliarden Menschen in heutigem Ausmaß Energie, Nahrung und Wasser verbrauchen und den Müll produzieren den sie heute produzieren, also so Leben wie wir heute Leben, hätte die Erde genügend Ressourcen und das Ökosystem würde sich beständig erholen. Unsere Zukunft wäre gesichert. Werden jedoch in fünfzig Jahren dreizehn Milliarden Menschen die Erde bevölkern, was nach aktuellen Prognosen wahrscheinlich ist, muss jeder Mensch seinen Verbrauch an Nahrung, Wasser und Energie halbieren und dennoch würden die Ressourcen weiter dezimiert und das Ökosystem weiter zerstört. Die Menschheit hätte kein Zukunft.

Alle jetzigen und zukünftigen Probleme der Menschheit potenzieren sich mit der Anzahl der zunehmenden Weltbevölkerung. Kriege und Epidemien werden wahrscheinlicher und die Opferzahlen werden explodieren. Umweltzerstörung und der Zusammenbruch des Ökosystems werden sich weiter rasant beschleunigen. Hunger und Armut bedingte Völkerwanderungen werden in den noch nicht betroffenen Ländern die etablierten Gesellschaftsordnungen zerstören und Bürgerkriege entfachen. Keines der auf uns zukommenden Probleme wird die Gesamtsituation verbessern, sondern nur verschlechtern.

Von der Politik ist keine Hilfe zu erwarten. Es wird sich kein Politiker finden, der seinen Wählern erklärt, das gerade sie schädlich und verantwortlich für den kommenden Zusammenbruch der Zivilisation sind. Es wird sich keine Politik etablieren, die zum Ziel hat die menschliche Zivilisation auf ein Minimum zusammen zu kürzen.

Die Erde ist ein begrenztes und geschlossenes System. Das ist eine physische und unabänderliche Tatsache. Sie bietet nur einer begrenzten Anzahl von Menschen die Ressourcen, die sie zum Leben brauchen und ein Ökosystem das ihr Überleben sichert. Die große Herausforderung für die Menschheit als solche und des Menschen an sich besteht nun darin, die Begrenztheit des Systems zu erkennen und seinem Untergang durch Überpopulation entgegen zu wirken. Der Glaube das alles nur eine Verteilungsproblematik und  durch technischen Fortschritt und gesellschaftliche Entwicklung, lösbares Problem sei, war ein Irrglaube, der an den Rand des Abgrunds geführt hat. Der nächste “Fortschritt” wird über den Rand dieses Abgrunds hinaus führen. Die Prediger des Fortschritts sind die Priester der Hölle auf Erden, die sie schufen.

Nur eine zumindest Halbierung der Menschheit, öffnet ihr noch ein Tor in die Zukunft. Heute lässt sich sagen, das jeder Mensch der nicht geboren wird, ein Hoffnungsschimmer für das gesamte Leben auf diesem Planeten ist und jeder Mensch der das Licht der Welt erblickt, tausende von Leben für seines fordern wird.

Selbst Schuld ließe sich sagen und anführen, dass der Mensch selbstbestimmt handelt und damit für sein tun verantwortlich ist. Schließlich beweist er auf diesem Weg im Grunde seine fehlende evolutionäre Überlebensfähigkeit und es ist nur konsequent wenn er sich durch Überpopulation selbst richtet. Leider ist die Menschheit als ganzes und der Mensch an sich nicht edel genug, die Folgen seiner Dummheit mit Würde zu tragen und leise von der Erde abzutreten. Er wird in seinem wehleidigen und langen Sterben, eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenpopulationen vernichten und jegliches Leben auf lange Zeit, auf diesem Planten erschweren.

Es gibt eine Zukunft, jedoch nicht für alle. Das ist eine biologische und physikalische Tatsache. Die Menschheit wird sich drastisch dezimieren, da ihr die Lebensgrundlage fehlt. Auch das ist sicher. Mögliche Szenarien dazu gibt es viele. Das wahrscheinlichste dürfte sein, das die sogenannte Erste Welt sich abschotten wird und dem Problem mit massiven Geburtenkontrollen und drastischen Kürzungen des Lebensstandards begegnet, während die Dritte Welt kaum reagiert und in heute noch unvorstellbaren Ausmaßen von Vergiftungen, Hunger und Epidemien dezimiert wird. Dazwischen liegen die Schwellenländer, auf deren Boden die Überlebensinteressen der ersten und der dritten Welt aufeinander treffen und die dann ein Band ständiger Kriege um den Globus spannen werden. Ein viele Jahrzehnte andauerndes Drama mit vernichtenden Folgen für die Menschheit, die Tier- und die Pflanzenwelt sowie des Ökosystems des gesamten Planeten.

Ein Blick auf den Globus zeigt deutlich, das es bereits begonnen hat.


  1. https://polldaddy.com/js/rating/rating.jsStatt die Anzahl der Menschen massiv zu reduzieren (ein paar Milliarden), oder dieses Ziel anzustreben, könnte man auch schlicht nur diejenigen entfernen (wenige Millionen), die übermäßig dem Konsum verfallen sind und hierfür in wenigen Jahren mehr Energie verprassen, als ein Mehrfaches an Menschen benötigte, um Jahrhunderte lang davon bescheiden aber gut leben zu können. Diese – nicht nur körperlich maßlos übergewichtigen, geistig unterernährten, daher Energydrinks in sich hineinschüttenden, mit zappelnden Zuckerbeinen jeden modernen Schund hinterher hechelnden und von der Smartphone-Technik abhängigen Leute, sondern ebenso auch deren angeblich geistig bzw. intellektuell überlegenen Widerparte, die insgeheim ebenfalls den Sinn des Lebens völlig verfehlend zur Sicherung ihres auf Illusionen und Ideologien gegründetenLebensstils übermäßig Energie verbauchen, in klimabeschützender Manier die Umwelt verpessten, die Natur ausbeuten und für all ihr Tun an etlichen energieraubenden andere Menschen ausraubenden Versorgerkabeln hängen – diese allesamt zu entfernen, dürfte sich jedoch als schwierig erweisen, doch würde eventuell die Vernichtung der Firmen, die für den Lebensstandard solcher Energiefresser und klima-beschützenden Umwelt- Verpester sorgen und dafür ja sinnlose Bodennutzung (Ausbeutung) betreiben, genügen, (allein die sofortige Schließung sämtlicher McDonalds-Fressbuden wäre da schon hilfreich, ebenso – für die mehr geistig als körperlich Verirrten – das Verbot der Informationsverbreitung durch ARD, ZDF, RTL, ZEIT, WELT, BILD, etc), doch, so gebe ich zu, ist dieser Lösungsweg letztlich genauso hirnrissig und zielverfehlend und bloß aus Angst vor der Erkenntnis erdacht und hingeschrieben worden, wie jene Überlegungen zur Reduzierung der Gesamtpopulation.

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